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Die Vielfalt des Rohstoffes Holz, seine Bedeutung in der
Geschichte der Menschheit und für die Zukunft ist mit der Ausstellung
"Dendro 2009 - Die Hunsrücker Holztage" rund um das Holzmuseum
Weiperath deutlich geworden. Die Besucher staunten, was mit und aus Holz alles
gemacht werden kann.
Weiperath. (doth) "Dendron"
ist das griechische Wort für Baum. Alle drei Jahre organisiert der Leiter des Holzmuseums
Weiperath, Michael Pinter, die Großveranstaltung rund ums Holz.
"Wir wollen zeigen, welche Bedeutung Holz in der Vergangenheit hatte und
wie sie heute im wahrsten Sinne des Wortes weiter wächst", erklärt der
Museumsmann. Immer mehr Menschen entdecken den natürlichen Rohstoff als großen
Wert fürs eigene Leben.
Mit 55 Ausstellern ist "Dendro" seit der Premiere vor drei Jahren
bereits um 20 Prozent gewachsen. Vom Holzfällen bis zu der vielleicht schönsten
Form der Holzverarbeitung, dem Instrumentenbau - die Nutzung von Holz ist
schier unerschöpflich.
"Ohne Holz ist die gesamte menschliche Entwicklung nicht denkbar, vom
zündenden Funken des ersten Feuers in der Höhle der Steinzeitmenschen bis zum
Niedrigenergiehaus heutiger Zeit", macht Pinter deutlich.
Festredner Prof. Dr. Karl Keilen vom Mainzer Umweltministerium will ebenfalls
das Bewusstsein um den vielfältigen Wertstoff Holz stärken. "Wir dürfen
uns nicht vom Öl ausverkaufen lassen und müssen uns auf unsere heimischen
Ressourcen besinnen", sagte der Ehrengast bei der Eröffnung.
Rund 3000 große und kleine Besucher kamen an zwei Tagen von Stand zu Stand
nicht mehr aus dem Staunen darüber heraus, was alles mit Holz möglich ist. Die
Aussteller erklärten viel. Von hölzernen Grabsteinen über die Zahnbürste
komplett aus Holz, einer historischen Kutsche bis zu edlen Instrumenten. Vieles
wurde nicht nur gezeigt, sondern die Entstehung konnten die Besucher
miterleben.
Mehr Menschen entdecken den natürlichen Rohstoff
Derzeit geht das Holzmuseum mit gutem Beispiel voran und errichtet einen
Fachwerkbau, in dem die ehemalige Schneidmühle Emmerich wieder zum Leben
erweckt und eine 100 Jahre alte Stellmacherwerkstatt aus Gonzerath gezeigt
werden soll.
Der gebürtige Hunsrücker Karl-Heinz Martini kam aus Bonn angereist und fand:
"Das sind großartige Informationen über den Werkstoff Holz. Der ganze
Hunsrück hat einen großen Bewusstseinssprung gemacht." Das Ziel von
Museumsleiter Pinter, die Verknüpfung des Museums mit der Holzregion, ist
wieder ein Stück näher gerückt.
Klar ist jetzt: Ohne Holz gäbe es keine Menschheit, keine Kultur. Zeitalter
vergehen, Holz bleibt.
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